Hallenchronik

Hallenbetreiberverein ist über 20 Jahre ehrenamtlich im Dienst

Neuenheerse (BK) Sie ist vor einem halben Jahrhundert fertig gestellt worden und hat sich in dieser Zeit zu einer bedeutenden Veranstaltungshalle in der Region entwickelt, die Nethehalle in Neuenheerse. Als Folge dessen konnte das 50 jährige Hallenbestehen als einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr „1150 Jahre Neuenheerseam 10. November 2018 gefeiert werden.

Für viele Dorfbewohner bedeutet die Erfolgsgeschichte ihrer Halle nicht nur eine gedankliche Zeitreise in die vergangenen fünf Jahrzehnte, sondern verbindet sie auch mit zahlreichen, schönen Erinnerungen wie beispielsweise Hochzeiten, Schützenfeste, Konzerte, Theaterveranstaltungen und vieles mehr. Heute nutzen auch Auswertige gern die Halle für Feierlichkeiten aller Art. Über 650 Personen bietet das Gebäude Platz,

Seit 1998 verwaltet und bewirtschaftet der Betreiberverein Nethehalle e.V. erfolgreich die Nethehalle. Nach 20 jähriger Tätigkeit und 18 erfolgreichen Veranstaltungen mit den Südtiroler Spitzbuam kann dieser Verein ein positives Resümee´ ziehen. Über 250.000 € konnten die ehrenamtlichen Betreiber in die Nethehalle investieren.

Damals wie heute dürfen die Neuenheerser stolz auf ihre Festhalle sein. Vor 50 Jahren gingen dem einstigen Großbauprojekt viele Hürden und Anstrengungen voraus. So erhielt der Ort Neuenheerse im Jahr 1965 die Zusage von finanzieller Unterstützung zur Errichtung einer Mehrzweckhalle. Damit konnte ein lang ersehnter Wunsch nach einer eigenen Festhalle endlich realisiert werden.

Im Winter1967 begannen die Bauarbeiten mit der Errichtung der Betonstützen

Nicht zuletzt durch über 1600 Stunden freiwillige Arbeitsstunden wurde die Nethehalle 1968 rechtzeitig zum 1100 jährigen Ortsjubliläum fertiggestellt. Feierlich konnte die Halle durch den damaligen Gemeinderatsvorsitzenden Josef Osburg und den Bürgermeister Johannes Vogdt eingeweiht und auf den Namen: Nethehalle getauft werden. Die Neuenheerser nutzten ihre Halle von nun ab eifrig. Feste wurden gefeiert, regelmäßige Theateraufführungen bereicherten den Alltag und Räumlichkeiten für Vereinsaktivitäten standen zur Verfügung. Ein eigener Schießstand für Kleinkaliber und Luftgewehr wurde durch die Kyffhäuser-Kameradschaft errichtet, der heute durch die Schützenbruderschaft St. Fabian und Sebastian genutzt wird. Zudem diente der hintere Teil Jahrzehnte lang als Turnhalle. Seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 befindet sich die Nethehalle im Eigentum der Stadt Bad Driburg. Die Verwaltung erfolgte durch die Kommune bis zum Jahr 1997, in dem der Betreiberverein Nethehalle e.V. gegründet wurde. Im Jahr 1998 übernahm der Verein die Verantwortung für das Gebäude mit dem Ziel, die Nethehalle langfristig zu modernisieren und möglichst oft zu vermieten.

Durch die erwirtschaften Einnahmen konnten in den zurückliegenden 20 Jahre umfangreiche Sanierungsmaßnahmen ausgeführt werden. Neue Verglasung, ein Kühlhaus, die Neugestaltung der Außenanlagen und der Damentoiletten, sowie der neue Parkettfußboden sind nur einige Beispiele, die auf eine erfolgreiche Arbeit des Vereins zurück zu führen sind. Dazu zählt auch die Neuanschaffung von 300 gepolsterten Stühlen und 40 Tischen, die ein komfortables Sitzen gewährleisten.

Im Jahr 2006 wurde die ehemalige Fensterfront der Ostwand durch eine Sandsteinmauer ersetzt. Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche halfen beim Bau: Dieter Struck ( v.l. ) Franz Josef Robrecht, Günther Pastoors, Ferdinand Arens, Siegfried Bodenberger, Manfred Wiederhold, Johannes Mikus, Klaus Perterlein, Caspar Horst, Meinolf Arens und Heinrich Todt.

Weiter Sanierungen an und in der Halle sind dringend notwendig. Deshalb wird der Betreiberverein Nethehalle auch zukünftig bemüht sein, erfolgreich weiter zu arbeiten, um die Rahmenbedingungen für eine intakte Nethehalle zu schaffen. „Gern sind wir aber auch bereit, die Nethehalle in Ausnahmefällen bzw. für caritaiven Zwecken unentgeltlich zur Verfügung zu stellen“, so Meinolf Arens, 1. Vorsitzender des Verein, „bisweilen übernehmen wir sogar die Energiekosten für Veranstaltungen von Vereinen, bei denen keine Einnahmen erzielt werden.“ Allerdings gibt es für Veranstaltungen von örtlichen Vereinen oder gewerblichen Personen feste Mietpreise, die auf der Seite „Hallenpreise“ ersichtlich sind.